Soundpeats Qy7 Test


Das Soundpeats Qy7 – im Januar 2015 erschienen und damit eins der ersten Headsets des Jahres. Ein Montagsmodell eines nicht ganz so etablierten Herstellers oder doch eine gute Alternative?

Soundpeats Qy7

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Verarbeitung

Weder das Material noch die Verarbeitung des Soundpeats Qy7 sind etwas wirklich Besonderes, aber das lässt sich für den günstigen Preis (im März 2015 etwas unter 30 Euro) auch nicht erwarten. Insofern ist das auch kein echter Kritikpunkt, sondern eher eine Info, über die man sich klar sein sollte. Positiv ist, dass das Soundpeats mit einer ganzen Reihe von zusätzlichen Austauschteilen (wie beispielsweise anderen Gummipolstern) für die Bluetooth-Kopfhörer, womit ich nicht wirklich gerechnet habe. Dadurch kann eigentlich jeder die für ihn optimale Zusammenstellung finden, sodass die Kopfhörer wirklich gut sitzen. Dank des geringen Gewichts und der eben beschriebenen Zusatzteile fallen sie irgendwann kaum noch auf – definitiv ein großes Plus!

Aber es ist nicht alles Gold, was glänzt. Die Bedienelemente sind kaum zu erfühlen, was gerade am Anfang nicht schön ist. Sicher kennst Du das, wenn Du ein Headset (oder auch ein Smartphone) noch nicht lange benutzt und nicht 100%ig weißt, wo welcher Knopf sitzt. Da ist es immer hilfreich, wenn sich diese gut erfühlen lassen. Das ist hier leider nicht der Fall. Dazu kommt, dass die Knöpfe doppelt belegt sind, was bei so kleinen Kopfhörern aber nicht wirklich zu vermeiden ist.

Warum genau das Soundpeats jetzt als „Schweißfänger“ beworben werden, weiß ich nicht genau. Ich habe sie beim Sport leider nicht getestet und kann nicht viel zum Wahrheitsgehalt dieser Werbung sagen. Tendenziell würde ich aber sagen, dass das Material Sport und Schweiß standhalten sollte.

Die Akku-Laufzeit ist im Vergleich zu anderen Modellen ein großes Manko. Die Standby-Laufzeit ist zwar ordentlich, aber bei aktiver Benutzung hält der Akku nur 5-6 Stunden.

Audio und Sprach-Qualität

Sobald die passenden Aufsätze für die Kopfhörer gefunden wurden, schließen diese das Ohr gut ab. Das bedeutet, das Umgebungsgeräusche recht gut isoliert werden. Der Sound ist insgesamt okay. Zum Telefonieren absolut ausreichend, zum Musik Hören für meinen Geschmack etwas zu „durchschnittlich“. Ich brauche auch nicht immer das teuerste oder beste Headset, aber irgendwie hat mir der Klang vom Soundpeats Qy7 nicht wirklich gefallen. Ich kann mich leider auf keinen konkreten Grund festmachen, es war einfach nicht meins. Das klingt insgesamt vielleicht schlechter, als es eigentlich ist. Wer Musik wirklich nur als Beiwerk beim Jogging braucht und sie da auch nur recht leise „dudeln“ lässt, der wird mit diesen Kopfhörern absolut keine Probleme bekommen.Soundpeats Qy7 (2)

Das Mikrofon im rechten Kopfhörer liefert an sich eine gute Übertragung, kann Umgebungsgeräusche aber nur bedingt filtern. Wer also mit Fahrtwind auf dem Rad telefonieren will oder beim Auto Fahren, der könnte Probleme bekommen.

Bluetooth & Sonstiges

Die Bluetooth-Verbindung ist einfach und entspricht den heutigen Standards. Dabei bleibt die Verbindung über eine Distanz von ca. 10 Metern wirklich stabil. Viel mehr muss ich hier gar nicht mehr sagen, oder? Der Soundpeats Qy7 Test brachte hier absolut keine Besonderheiten zum Vorschein.

Fazit

Das Soundpeats Qy7 ist definitiv kein schlechtes Headset, auch wenn es in diesem Test vielleicht so klingt. Ich finde nur, dass es insgesamt in keiner Kategorie/bei keiner Aufgabe wirklich „am besten“ ist. Zum Telefonieren sind das Jabra Wave oder auch das Plantronics ML20 einfach besser, zum Sport würde ich das Plantronics Backbeat Fit nutzen und für echten Audiogenuss greife ich zum Bose Soundlink oder dem Sony MDR1RBT.

Gesamturteil: 8,5/10